| Männer 2 | 31.01.26 Uhr | HSG Sulzbach-Murrhardt 2 - SG Heumaden-Sillenbuch | 38:26 |
Die HSG 2 musste verletzungsbedingt leider auf Boris Baumann verzichten, der dafür anstelle von Fabian Fritz und Lucas Pecoroni das Traineramt übernahm, da die eigentlichen Trainer spielen durften.
Die zweite Mannschaft der HSG trat mit einem leicht veränderten Kader und dem vermutlich höchsten Altersdurchschnitt der ganzen Liga an. So konnte man mit Hansi (Hans-Jörg) Harsch und Michael Eckhardt zwei sehr erfahrene Spieler für sich gewinnen, die ihr Debüt in der Zweiten feierten.
Des Weiteren gab Johannes Hofmann ebenfalls ein sehr erfolgreiches Debüt ab.
Die HSG wollte unbedingt mit viel Erfahrung die zweitplatzierte SG Heumaden-Sillenbuch schlagen. Allerdings wusste man noch nicht, ob auf dem Feld eine bessere Performance zustande kommen würde als bei der Trainingsbeteiligung. Vorweggenommen konnte man auf dem Spielfeld erahnen, dass der ein oder andere etwas eingerostet war: So wurden unzählige freie Würfe verworfen, unter anderem ein versuchter Heber, der gefangen wurde, vergebene Siebenmeter, Assists vor dem eigenen Tor für den Gegner, einige Versuche, den gegnerischen Torhüter samt Ball im Tor zu versenken, sowie 0-%-Wurfquoten.
Die HSG startete dennoch sehr gut in die Partie. Das Spektakel eröffnete Lucas Pecoroni zum 1:0 in der zweiten Spielminute. Die Gäste konnten zu Beginn noch dranbleiben und verkürzten auf 2:1, ehe sich der Gästecoach in der sechsten Spielminute bei einem Stand von 4:1 für die HSG gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen.
Jedoch half dies den Gästen auch nicht, und so konnte Michael Eckhardt mit seinem ersten Tor (= Einstandskasten) für die zweite Mannschaft nach einer lockeren Finte einen zauberhaften Dreher aus dem Handgelenk schütteln.
Durch eine starke Abwehrleistung und noch besser aufgelegte Torhüter profitierte die HSG immer wieder von schnellen Toren durch Christoph Boitin und konnte so in der 14. Minute auf 9:4 erhöhen.
Auch im Positionsangriff fanden die Hausherren immer wieder einfache Tore über Lösungen am Kreis. Sowohl durch altbewährte Spielzüge als auch durch einfaches Stoßen landete der Ball regelmäßig bei den stark aufgelegten Bernd Pröger und Lucas Pecoroni.
Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit hätte fast Fabian Fritz setzen können, der nach einer Glanzparade von Johannes Hofmann einen Kempa-Pass erhielt, wie ein Adler emporstieg und den Ball leider nur knapp über das Tor setzte.
So trennten sich die zweite Vertretung der HSG und der Zweitplatzierte zur Halbzeit mit 18:12.
Durch den breiten Kader der HSG konnte munter durchgewechselt werden, sodass man konditionell nie ans Limit kam und in der zweiten Halbzeit genau dort anknüpfen konnte, wo man in der ersten aufgehört hatte.
Halbzeit zwei begann wie Halbzeit eins mit einem Treffer von Lucas Pecoroni zum 19:12.
Auch in der zweiten Halbzeit nahm der Gästecoach nach nicht einmal sechs Spielminuten erneut eine Auszeit.
Dieses Mal mit etwas mehr Erfolg: Die Gäste konnten auf 22:17 verkürzen.
Jedoch hielt dieser Aufwärtstrend nicht lange an, und es begann die stärkste Phase der HSG-Abwehr, angeführt von Hansi Harsch – agil wie ein 20-Jähriger –, der den jungen Spielern im Team zeigte, wie man eine starke Abwehr spielt.
Im Angriff konnte man allerdings nicht immer alle Chancen in Tore ummünzen, da man zu häufig am Torhüter der Gäste scheiterte. Zwischenzeitlich baute man die Führung dennoch auf 26:18 aus, ehe man noch einmal Federn ließ und die Gäste auf 29:23 herankamen.
Ab der 50. Spielminute konnte man die Breite des Kaders deutlich spüren und noch etwas für das Torverhältnis tun.
Die zweite Halbzeit endete fast ebenfalls spektakulär, als sich Lucas Pecoroni nach einem Zuspiel noch hinterrücks verrenkte, um einen Wurfversuch abzugeben, jedoch leider an den Rahmenbedingungen – wie zum Beispiel dem Kreis – scheiterte …
So endete das Spiel mit 38:26 für die zweite Vertretung der HSG-Herren.
Nach dem Spiel wurde Fabian Fritz vom starken Schiedsrichter Klaus Konrad zum Man of the Match gekürt, ebenso dessen Ersatz Tolga Ressimoglou, der einige unmögliche Bälle herausfischte.
Wir hoffen, dass die älteren Haudegen Blut geleckt haben und in naher Zukunft ab und an wieder für die Zweite auflaufen werden.
Wir bedanken uns bei den zahlreich erschienenen Fans und den Trommlern für die super Stimmung in der Halle.
Es spielten: Johannes Hofmann, Tolga Resimoglou (beide Tor), Kevin Kander, Jonathan Zügel (1), Tilmann Riebesam (3), Lucas Pecoroni (5), Christoph Boitin (6), Julian Weller (2), Fabian Weller (3), Benjamin Klingenberg, Fabian Fritz (7), Tobias Gruber (4), Bernd Pröger (5), Hans-Jörg Harsch, Renat Habibullin, Michael Eckhardt (2)